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Emaille Manufakturen

Echte Sammlerstücke: Emaillekeramik von Emaux de Longwy seit 1798

Emaux de Longwy steht in Frankreich wie kein zweites Unternehmen für Kunsthandwerk in Emaille auf Keramik. Als Sammlerobjekte und für die gehobene Innenausstattung. 1798 gegründet, erlangte diese Manufaktur in den 220 Jahren ihres Bestehens weltweite Berühmtheit. Heute steht Emaux de Longwy mit Unternehmenssitz im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est für Tradtion und Luxus made in Lothringen. Optische Leckerbissen nicht nur für Sammler.

Eine Spezialität der Emaillemanufaktur ist das Krakelee, ein gewollt erzeugtes Netz von Rissen und Sprüngen in der Keramikglasur, dass dem Design einen ganz besonderen Reiz verleiht. Dazu sind mehrere Schritte in der handwerklichen Produktion nötig. Zuerst entwirft der hauseigene Designer die Form des Objektes, aus der die Formenwerkstatt ein Gipsmodell ableitet.

Daraus wiederum entsteht eine hohle Gipsform, in die flüssiger Ton gegossen wird. Dieser bildet später das Objekt, dass aber nach Entnahme aus der Form erst noch einen Tag lang in Ruhe an der Luft trocknen muss. Erst dann kann die Fertigung die Nähte entfernen und das Objekt, dass jetzt bereits seine spätere Form hat, mit einem Schwamm ganz glatt reiben. Anschließend wird es über Nacht zu weißem Biskuit-Terracotta gebrannt – bei 1050 Grad.

Tonabgüsse vor dem Brennen

Nun wird mit schwarzer Farbe das Motiv auf das Biskuit gedruckt. Die schwarze Farbe zeigt das spätere Dekor und verhindert das Vermischen der Farben. Die frei gebliebenen Flächen betupft eine Kunsthandwerkerin mit den bunten Farben des Motives. Dafür hält die Manufaktur mehr als 1000 verschiedene Farbtöne vorrätig! Bei der Arbeit mit Emaille geht es um die sogenannte Intelligenz der Hände. Deswegen ist jeder Mitarbeiter bei Emaux de Longwy so wichtig, alle sind auf ihrem Gebiet langjährig ausgebildete Spezialisten.

Kunsthandwerkerin tupft Emaillefarben

Nun stehen noch zwei Nächte bei 750 Grad im Brennofen an, dazwischen immer wieder Nachbesserungen für die endgültige handwerklich und künstlerische Perfektion. Abschließend wird das echte 18 Karat-Gold, manchmal sogar 21 Karat-Gold, flüssig aufgetragen und das Objekt bei 600 Grad ein letztes Mal gebrannt.

Nach dem Brennen: leuchtende Farben

Jetzt gilt es noch, das Krakelee sichtbar zu machen. Dazu wird die gesamte Oberfläche mit Sienna-Erde abgewaschen. Dabei handelt es sich um eine handwerklich herausfordernde Technik, die dem Dekor Volumen und kräftige, tiefe Farben verleiht. Diese unerreichte Brillanz unterscheidet wertvolle Emaille-Keramik von handelsüblicher Keramik und macht Emailleobjekte oftmals zu echten Sammlerstücken. Nicht umsonst brauchen die Kunsthandwerker für ein solches Objekt nicht selten einen ganzen Monat.

Gleiche Formen – riesige Motivauswahl

Apropos Warenvielfalt: Sollten Sie einmal ein französisches Produkt in unserem Shop vermissen, sprechen Sie uns bitte einfach an. Wir freuen uns, wenn wir es vielleicht doch für Sie in Frankreich beschaffen können.

Exklusive Duftkerzen und Duftstäbchen

Luxus-Dekoobjekte und emaillierte Lampenfüße

Mancher Kunde mag sich fragen, worin die Preise der emaillierten Keramikkunstwerke gerechtfertigt sind. Doch wer einmal einen Einblick in die unglaublich aufwändige und komplett handwerkliche Produktion gewonnen hat, versteht sofort, dass die Preise für diese teils streng auf wenige Stück limitierten Vasen, Bonbonnieren, Lampen, Taschenleerer und Duftgefäße mehr als angemessen sind.

Apropos Lampen, die aufwändig dekorierten Lampen verfügen selbstverständlich über eine Lampenfassung mit Schalter und einen ebenfalls in der Manufaktur gefertigten Lampenschirm. Alles Made in France!

Kein Wunder, dass bereits Kaiser Napoleon Bonaparte nach einer Besichtigung der Keramikwerkstätten dort Tafelgeschirr geordert hatte. Für aktuelle Trends und Designs beschäftigt das Unternehmen rund 40 internationale Künstler und Designer, darunter solche aus der Street Art-Szene.

Video zur Produktion von Emaille-Keramik bei Emaux de Longwy

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